Hockey is Diversity e.V.

Jurek „Schwade“ Schwarz

IMG_9605Jurek „Schwade“ Schwarz ist genau wie Matthias „Frenne“ Frenzel ein Original Berlins und somit um keinen Spruch verlegen. Im Jahr des deutschen Herbstes erblickte Schwade das Licht der Welt. Aufgrund des Anstiegs des Weltmarktpreises für Kaffee, kommt in der DDR ein mit Malzkaffee gestreckter Kaffee in die Läden. Künstler wie Manfred Krug und Reiner Kunze kehren der DDR den Rücken. Schwade ist zudem Zeitpunkt sechs Jahre alt, als er zum ersten Mal für den Traditionsverein „Dynamo Berlin“ aufs Eis geht. Im gleichen Jahr gibt Udo Lindenberg ein Konzert im Palast der Republik. Aber das ist Schwade schnurzpiepegal. Statt den Palast der Republik zu seiner beruflichen Heimat zu machen, eifert der junge Schwade dem Puck im Wellblechpalast hinterher. Der Welli, wie er von den Berlinern liebevoll genannt wird, wird zu Schwades Wohnzimmer. Bei Dynamo Berlin durchläuft Schwade alleIMG_8746 Nachwuchsmannschaften und wird 1994 deutscher Jugendmeister. Wie der Spitzname „Schwade“ schon suggeriert, hatte er seine gegnerischen Spieler stets schwindelig gespielt, dass er Nebelschleier hinterließ. Später schloss sich Schwade dem Berliner Schlittschuhclub an, wo er bis 1997 spielte. Danach sollte Eishockey der Vergangenheit angehören. Die Schrippen müssen schliesslich hart verdient sein. Aus der Eishockeywelt raus und rein in die Welt der Hotels, war das Ziel von Schwade und auch dort gelang ihm durch seine Wendigkeit und seiner genialen Technik – Hotelgäste und Mitarbeiter von sich zu überzeugen.

„Mit Hockey is Diversity versuchen wir für mehr Vielfalt in der Gesellschaft zu werben.  Unsere Initiative ist von Sportlern für Sportler und eigentlich für alle Menschen geschaffen, um das Bewusstsein und die Sinne zu stärken, warum und wofür wir uns engagieren. Im Sport treffen so viele Kulturen aufeinander. Menschen aus verschiedenen Ländern spielen gemeinsam in einer Mannschaft, mit unterschiedlichen Religionen und Philosophien und dem Spirit eines jeden Einzelnen, den es gilt aufzunehmen und zu verinnerlichen, darauf hinzuweisen und transparent zu gestalten. Rivalität gehört im Sport genau so dazu, wie der gegenseitige Respekt. Gemeinsam feiert man Erfolge und man ebenso schmerzvolle Niederlagen. Sport verbindet und ist vielfältig, daher bin ich gerne Botschafter für Hockey is Diversity.“